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Gelassenheit im Alltag: 5 Tipps um cool zu bleiben

Wer kennt es nicht? Wir nehmen uns morgens beim Frühstück fest und entschlossen vor, die Dinge heute mal ruhig und gelassen anzugehen und, so gut es und gelingt, unsere positive Stimmung vom Frühstück den Tag über bei zu behalten. Soweit so gut. Doch bereits beim Verlassen der Wohnung ist dieses Vorhaben oft schon Schnee von gestern und von Gelassenheit ist keine Spur mehr zu sehen. Entweder ist es terminlicher Stress oder wir ärgern uns über andere Dinge, die uns im Alltag in die Quere kommen und uns blockieren zu scheinen.

Stress, Zeitdruck und Überforderung sind regelmässige Begleiter, die unserer Gelassenheit ganz schön zu schaffen machen. Aber: wir können was dagegen tun!

[bctt tweet=“Stress entsteht nicht durch äußere Ereignisse, sondern durch die Einschätzung der Situation. (Thomas Hohensee)“ username=“pepperandmind“]

Wir sind es mittlerweile gewohnt, mehrere Dinge gleichzeitig zu tun und die Fähigkeit zum Multitasking wird auch von der Gesellschaft verlangt. Einerseits brauchen wir den Stress und fördern den Zustand auch, indem wir immer mehr und alles gleichzeitig machen wollen. Andererseits sehnen wir uns nach Erholung und Entspannung. In vielen von uns beginnt dann ein Konfliktkampf. Beim Nichts-Tun macht sich ein schlechtes Gewissen in uns breit –  was hätten wir in dieser Zeit nicht alles erledigen können!? Und das Gefühl, viel um die Ohren zu haben, stärkt uns – denn dann erst fühlen wir, dass wir etwas geleistet haben.

Ein konstanter Stresslevel ist zur Normalität geworden und es kann sich anfangs durchaus komisch anfühlen, wenn der Stresspegel plötzlich zu sinken beginnt. Der Grund dafür liegt in unserer Kultur, wo Stress oft mit Erfolg gleichgesetzt und als Barometer für die Leistungsfähigkeit gesehen wird.

 

Multitasking ist gefragt

 

Gelassenheit kann man üben

In Mentalbereich nimmt das Gelassenheitstraining ein großes Themenfeld ein. Es geht darum, sich vom Stress zu befreien – und zwar innerlich. In den meisten Fällen geben wir nämlich äußeren Umständen die Schuld, warum wir hektisch, gereizt und überfordert sind. Der Kollege, der Partner, der Chef, die Kinder.. es gibt so viele Gründe warum wir permanent gestresst sein könnten (und es dann auch sind).

Zu erkennen, dass wir es eigentlich selbst sind, die uns durch die Reaktion auf eine Situation in Rage bringen, macht zunächst stutzig. Wie jetzt? Ich bin der Grund für meinen Unmut? Ja! Denn wie wir auf eine Aktion reagieren ist uns überlassen. Wenn wir uns über etwas aufregen, dann deshalb, weil wir es zulassen und wir es uns innerlich gern anders wünschten. Sobald man aber erkennt, dass man zwar nicht das Umfeld, wohl aber sich selbst, ändern kann (und damit das Umfeld auch beeinflusst), beginnt der Prozess der Reflexion und wir werden ruhiger. Wir sind sozusagen das Übungsfeld und äußere Umstände führen dazu, dass wir beginnen, an uns zu arbeiten.

Nehmen wir das oft genannte Beispiel der offene Zahnpasta Tube. Es scheint eine Kleinigkeit zu sein und doch kann es große Auswirkungen haben. Warum? Die Tube an sich ist nicht der Grund unseres Ärgers, der Herd dazu liegt in Wahrheit viel tiefer. Sie steht nur als Auslöser und muss herhalten für den Ausbruch an Reaktionen die durch festgefahrene innere Denk- und Verhaltensmuster nun in Wallung geraten.

Indem wir beginnen, unsere eigene Gedanken und Bewertungen zu hinterfragen und uns nicht so sehr mit dem Kritisieren anderer Personen oder Umstände beschäftigen, werden wir mehr und mehr gelassener.

 

Schild Relax/Stress

 

Aber schön wärs, wenn man dies von heute auf morgen umlegen kann und ab jetzt stets tiefenentspannt bleibt, wo man früher wie ein Rumpelstilzchen im Kreis gelaufen ist.

Gelassenheit zu trainieren ist ein ständiger Prozess und ein hartes Training. Aber es ist eine Übung mit Mehrwert, da sie unsere Persönlichkeit stärkt und uns bewusster im Umgang mit uns selbst und anderen gegenüber macht. Im Endeffekt wirkt sich das Training auf viele Bereich unseres Alltags positiv aus. Gelassenheit ist auch ansteckend. Wenn wir von Menschen umgeben sind, die permanent auf der Palme sind und sich ständig aufregen, wird dies auch auf uns abfärben. Auch körperlich können Bluthochdruck, Kopf- und Schlafprobleme ein Ausdruck von Stress bedeuten.

Gelassenheit: Step by Step

In den folgenden Übungen geht es um Wahrnehmung und Achtsamkeit – die Grundpfeiler für einen gelassenen Lebensstil. Ziel dabei ist es nicht, Stress vollkommen zu vermeiden – das wird sich nicht vermeiden lassen und es gibt ja auch den positiven Stress – sondern sich in den Situationen wo sich negativer Stress in uns ausbreitet, sich ein paar Minuten Zeit zu nehmen. Zeit für sich, um die Situation mit einem gewissen Abstand zu betrachten und zu analysieren. In vielen Fällen kommen hier verinnerlichte Denkmuster zum Vorschein, die den Stress verursachen. Alleine das Wissen, warum wir so reagieren, beruhigt.

1 – Visualisiere den Moment

Stelle dir die Situation, die dich unrund macht, gedanklich vor – so intensiv und mit so vielen Details wie möglich. Lass dir dafür ruhig Zeit! Ordne diese Situation dann aufgrund der Stärke der negativen Gefühle auf einer Skala von 1-10 ein.

2 – Betrachte die Situation aus der Adler Perspektive

Nun geht es darum, diese Situation so gut wie möglich objektiv zu betrachten. Stelle dir dabei vor, ein Adler kreist über der Situation und nimmt diese ungefiltert und ohne Bewertung und Beurteilung auf. Bringe die Situation aus dieser Sicht auf ein Papier.

3 – Überprüfe deine Gedanken

Jetzt kommst du wieder ganz in dich und deinen Körper. Frage dich: Welche Gedanken und Gefühle lösen diese Situation in dir aus? Schreibe alles auf, was dir dabei in den Sinn kommt. Überlege, warum du so reagierst indem du es mit der ungefilterten Adler-Sichtweise vergleichst: Sind es Bewertungen? innere Denkmuster? Vorurteile? Vermutungen und Verallgemeinerung?

4 – Was kann ich ändern?

Überdenke, warum dich die Situation so aufregt. Denkst du, die Person macht dies mit Absicht um dich zu ärgern oder sind es deine Denkmuster die dich dabei blockieren, gelassener und somit positiver gestimmt zu sein? Was könnte geschehen, damit sich in dieser Situation ein Kompromiss für alle Beteiligten finden lässt? Stört es dich zum Beispiel, wenn deine Freundin ständig zu spät zu euren Treffen kommt? Dann bitte Sie, dich rechtzeitig anzurufen wenn sie sich verspätet, sodass du die Zeit nicht wartend verbringen musst. Wenn du gelassener damit umgehst, kann sich eine Art Hebelwirkung in Gang setzen. Deine Freundin bemerkt ihre Unpünktlichkeit und es ist ihr unangenehm dich deshalb ständig informieren zu müssen. Vermutlich wird sie ab dann auch über ihr Zeitmanagement nachdenken und ihr Verhaltensmuster ändern.

 

Gelassenheit beginnt im Kopf

 

5 – Feiere Erfolge

Wie gesagt, ist die Umsetzung der Tipps in Theorie leicht geschrieben und kann im Alltag zur echten Herausforderung werden. Manchmal gelingt es besser, manchmal nicht. Wenn es funktioniert, belohne dich mit etwas das dir Freude bereitet (Kaffee und Kuchen, ein schönes Schaumbad, 10 Minuten Laufen etc.) und feiere deine Persönlichkeitsentwicklung! Und wenn es nicht geklappt hat, überlege dir, woran es gelegen haben könnte und feiere diese Erkenntnis ebenso. Je bewusster wir uns sind, wie wir auf Situationen reagieren, desto bewusster wird unser Lifestyle generell und wir werden achtsamer und feinfühliger mit uns und unserer Umgebung. Und bewirken damit etwas Großes!

Hat dir der Beitrag gefallen? Oder gilt er vielleicht sogar als Ansporn für dich, ab jetzt aktiv deine Gelassenheit zu trainieren?  Schreib mir doch ein Kommentar dazu! Alles Liebe,  Annette

 

 

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